So wird die Eigenmarke zur Marke

Immer mehr Online-Händler denken darüber nach, Eigenmarken ins Sortiment zu nehmen und so für Alleinstellungsmerkmale zu sorgen. Häufig wird jedoch unterschätzt, dass nicht die Beschaffung die größte Herausforderung bei Eigenmarken darstellt, sondern das Branding. Nur wer seinen Kunden vermitteln kann, warum sich der Kauf der Eigenmarke lohnt, wird von der Einführung profitieren.

Discounter und auch Vollsortimenter im Lebensmittelhandel setzen schon seit vielen Jahren erfolgreich auf eigene Handelsmarken. Produkte dieser Eigenmarken sind deutlich günstiger als vergleichbare Produkte bekannter Markenhersteller. Beliebt sind sie bei vielen Konsumenten auch deshalb, weil es ein offenes Geheimnis ist, dass auch die Eigenmarken der Discounter von Markenherstellern produziert werden. „Im Kopf des Käufers bleibt haften, dass sie ein Schnäppchen für Markenprodukte gemacht haben. Wichtig ist also, dass Eigenmarken dem Kunden eine Argumentation bzw. Legitimation für den Kauf an die Hand geben“, erklärt Alexander Krause, Geschäftsführer der Werbeagentur UNIBRAND.

Entscheidend für den Erfolg einer Handelsmarke sei es laut Krause, dass die Kunden einen Kauf als „Smart Choice“ und nicht als zweite Wahl erleben würden. Handelsmarken nur über günstigere Preise verkaufen zu wollen, funktioniere demnach nicht.

Im Online-Handel müssen sich die Verkäufer anders als im stationären Handel um das Thema Verpackungen bei Eigenmarken keine Gedanken machen. Diese spielen bei der Kaufentscheidung schließlich keine Rolle. Die Aufgabe bestehe für die Händler stattdessen darin, den Kunden das Gefühl „Wir leben unsere Marke“ zu geben. Erfolgreich setzt das beispielsweise der Online-Fahrrad-Shop www.bike-discount.de mit seiner Eigenmarke „Radon“ um.

Weitere Informationen zur Markenentwicklung von Handelsmarken lesen Online-Händler im Experten-Interview mit Alexander Krause in der aktuellen Ausgabe von shopanbieter to go.

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