Aufbau von E-Mail-Listen

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„Das Geld liegt in der Liste“

Um E-Mail-Marketing erfolgreich zu betreiben, benötigt es zunächst vor allem eines: Qualifizierte Empfänger! Das bedeutet konkret: Sie müssen sich zuerst einmal darum bemühen, entsprechende Listen mit E-Mail-Empfängern aufzubauen, an die Sie dann Ihre Mails verschicken können.

Um E-Mail-Listen aufzubauen, stehen in grundsätzlich zwei verschiedene Wege offen. Sie können Listen selbst generieren, aber auch Bestände von E-Mail-Adressen einkaufen. Letzteres funktioniert über spezialisierte Dienstleister, die E-Mail-Adressen gegen eine entsprechende Gebühr zur Verfügung stellen. In der Regel haben Sie hierbei die Möglichkeit, zunächst die gewünschte Selektion vorzunehmen. Möchten Sie also beispielsweise mit Ihren Produkten oder Dienstleistungen ausschließlich Verbraucher ansprechen, die sich für Mode interessieren, so können Sie dies bei professionellen Anbietern ganz klar im Voraus festlegen. Zusätzlich können Sie die gewünschten Mailadressen auch noch nach Geschlecht, Alter, eventuell Wohnort usw. selektieren. Am Ende erhalten Sie eine E-Mail Liste, die genau auf Ihre Anforderungen und Vorstellungen zugeschnitten ist.

Natürlich kostet das ganze Geld. Gerade bei Profis ist der Einkauf von E-Mail-Adressen nicht ganz billig, am Ende wird es sich aber lohnen. Vergessen Sie Angebote, bei denen Sie mehrere tausend E-Mail-Adressen pauschal für einen kleinen Betrag erwerben können. Meist handelt es sich dabei um unseriöse Anbieter, bei denen die Mailadressen auf zweifelhaften Wegen gesammelt wurden und oftmals zudem veraltet sind. Mit solchen Adressen können Sie nichts anfangen. Zudem besteht hier die Gefahr rechtlicher Konsequenzen, die sich beispielsweise daraus ergibt, dass die Mailadressen nicht mit dem inzwischen als Standard anerkannten Double-Opt-In-Verfahren gesammelt wurden. Doch genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Haben Sie nicht die ausdrückliche und schriftliche Einwilligung der Empfänger zum E-Mail-Empfang erhalten, müssen Sie mitunter mit empfindlichen rechtlichen Konsequenzen rechnen, die viel Geld verschlingen können (Abmahnungen, Unterlassungsklagen etc.).

Falls Sie die Kosten für einen professionellen Mailanbieter nicht investieren wollen oder können, müssen Sie Ihre E-Mail-Listen selbst aufbauen. Dafür gibt es spezialisierte Mailanbieter, die entsprechende Formulare zur Verfügung stellen und anschließend auch den individuellen Versand an die Empfänger ermöglichen.

Die einfachste Möglichkeit, Mailadressen von potentiellen Interessenten und Kunden zu sammeln, besteht darin, auf der Unternehmenswebseite ein entsprechendes Formular zur Verfügung zu stellen. Über dieses Formular bieten Sie beispielsweise den Eintrag in Ihren Newsletter an. Damit von dieser Möglichkeit rege Gebrauch gemacht wird, sollten Sie das Formular „sitewide“ einbinden, also beispielsweise in einer Sidebar oder im Fußbereich der Webseite, so dass es auf jeder Unterseite gleichermaßen sichtbar ist. Machen Sie nicht den Fehler und verlangen Ihren Interessenten zu viel ab. Die Leute scheuen sich davor, zum Erhalt eines Newsletter oder Ähnlichem gleich ihre gesamte Adresse mit Vor- und Zunamen etc. angeben zu müssen. Fragen Sie einfach nur die E-Mail-Adresse und eventuell den Vornamen des Interessenten ab, das reicht für den Anfang völlig aus.

Hier noch einige weitere Tipps, mit denen Sie die Eintragungsraten in Ihr E-Mail-Formular erhöhen können:

Schaffen Sie einen Anreiz, damit der Interessent sich mit seiner Mailadresse einträgt. Dies könnten beispielsweise ein kleiner Ratgeber in Form eines eBooks, ein Video oder auch eine Infografik sein. Schenken Sie dem Interessenten den Anreiz dafür, dass er sich für Ihren Newsletter einträgt. Die Auslieferung solcher Dokumente ist mit modernen Serviceanbietern kein Problem.

Fokussieren Sie den Leser. Viele Unternehmenswebseiten quellen nahezu über von störenden Elementen. Neben dem eigentlichen Textinhalt werden in den Seitenbereichen Werbeanzeigen eingeblendet, Produkte vorgestellt, Videos abgespielt und vieles mehr. Hinzu kommen dann auch noch Layer, Popups usw. All das könnte den potentiellen Interessenten davon abhalten, sich in Ihr E-Mail-Formular einzutragen. Achten Sie also darauf, die störenden Elemente so weit wie möglich zu reduzieren.

Legen Sie spezielle Landingpages an. In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, das Eintragungsformular für den Newsletter nicht einfach nur auf der Unternehmenswebseite zur Verfügung stellen, sondern dafür spezielle Unterseiten anzulegen, die dann separat beworben werden können. Dabei spricht man von sogenannten Landingpages. Eine solche Seite enthält ausschließlich die Beschreibung der Inhalte des Newsletter sowie eventuell die Gratifikation, welche der Kunde für einen Eintrag enthält. Darunter kommt dann das Eintragungsformular. Auf einer Landingpage sind keine weiteren Inhalte enthalten, die den Interessenten vom Eintrag abhalten könnten.


 

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