Pagespeed-Optimierung

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Warum ist die Ladezeit so wichtig?

Mit dem Fachbegriff Pagespeed bezeichnen Experten die Ladezeit einer Webseite – also jene Zeit, die nach dem Eintippen der URL in den Browser mit anschließendem Klicken der Eingabetaste bis zum vollständigen Aufbau der Website im Browser vergeht.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie rufen eine Webseite im Browser auf, sind gespannt auf den Inhalt und warten … und warten … und warten. Nach einiger Zeit sind Sie es leid und geben genervt auf. Für den Betreiber der Website ist das der Super-GAU. Noch schlimmer wird es allerdings, wenn der potentielle Besucher vielleicht sogar noch eine bezahlte Anzeige angeklickt hat. Er kostet Sie also bares Geld, springt aber ab, bevor er nur ein Wort auf Ihrer Website gelesen hat. Und alles nur, weil die Ladezeit der Seite zu wünschen übrig lässt.

Sie sehen also: Die Ladezeit einer Webseite ist von äußerster Wichtigkeit und kann mitunter darüber entscheiden, ob sich ein wirtschaftlicher Erfolg einstellt oder nicht. Dies gilt noch verstärkt, seitdem sich die mobile Nutzung des Internets – beispielsweise mittels Smartphone, Tablets etc. – quasi täglich immer weiter ausbreitet. Erst vor wenigen Monaten hat Google angekündigt, zukünftig Seiten zu benachteiligen, die nicht für eine Nutzung mittels mobiler Endgeräte vorbereitet sind.

Das Problem dabei: Selbst wenn das Layout der Seite für die mobile Nutzung entsprechend angepasst wurde, lassen die Ladezeiten oft zu wünschen übrig. Und da mobile Endgeräte in der Regel weniger leistungsfähige Prozessoren wie die bekannten Desktop-PCs besitzen, muss hier ein besonderes Augenmerk auf die Ladezeit gelegt werden. Zukünftig heißt es also: Die ersten Plätze in den Suchmaschinen werden von jenen Seiten belegt sein, die unter anderem auf superschnelle Ladezeiten optimiert sind. Doch was kann man tun, um die Ladezeit für die eigene Webseite zu optimieren? Genau darum soll es in den folgenden Abschnitten gehen.

Den Pagespeed der eigenen Seite optimieren

Wir wissen nun also, dass der Pagespeed inzwischen ein echter Rankingfaktor für jede Website ist. Also gehen wir daran, diesen für unsere Seite(n) zu verbessern. Früher eine Art Mysterium, sind die dazu notwendigen Maßnahmen heute fast schon allgemein bekannt. Hier die wichtigsten von ihnen:

Je weniger geladen wird, desto schneller geht es!

Es leuchtet ein – wenn beim Aufrufen einer Webseite zunächst unzählige Skripte, großformatige Bilder, Stylesheets etc. geladen werden müssen, verlängert sich die Ladezeit zwangsläufig. Die erste „Amtshandlung“ zur Optimierung der Ladezeit besteht also darin, die Anzahl der externen Quellen, die beim Aufruf der Webseite geladen werden müssen, so weit wie möglich zu verringern.

Dies gelingt z. B. dadurch, dass CSS- oder andere Stylesheets nicht mehr in Form einer externen Datei angelegt, sondern in den Quelltext der Seite integriert werden. Des Weiteren sollten Bilder stets im kleinstmöglichen Format in die Seite integriert werden, auch dadurch verringert sich die Ladezeit bei vielen Webpräsenzen merklich.

Verwenden Sie nur ein Stylesheet

Falls es Ihnen nicht möglich ist, die Style-Angaben direkt im Quelltext der Webseite unterzubringen, so fassen Sie diese komplett in einer CSS-Datei zusammen und verlinken diese aus dem Kopfbereich des HTML-Dokuments. In diesem Fall sollten keine Style-Angaben mehr im Quelltext selbst vorhanden sein, dadurch wird das Caching der CSS-Datei möglich, wodurch die Auslieferung der Webseite wiederum beschleunigt wird.

Lagern Sie Java Skript Dokumente aus

Arbeitet Ihre Webseite mit Java-Skripten, so empfiehlt es sich, diese aus dem Quelltext auszulagern. Sie werden also – ähnlich wie die CSS-Dateien – in einem externen Dokument zusammengefasst und lediglich bei Bedarf aufgerufen.

Das Optimieren von Bildern und Grafiken

Es wurde bereits angesprochen: Kaum ein anderer Faktor verlängert die Ladezeit einer Webseite so extrem wie großformatige Bilder und Grafiken, die teilweise sekundenlang geladen werden müssen. Das Schöne: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Bilder für die Nutzung auf Internetseiten zu optimieren. So kann beispielsweise in Photoshop die Option „Speichern fürs Web“ ausgewählt werden, wodurch das betreffende Bild direkt in der optimalen Größe abgelegt wird.

Nutzen Sie serverseitiges Caching

Bei nicht-statischen Seiten ergibt sich ein Problem dadurch, dass die Seite jedes Mal neu aufgebaut werden muss, wenn die gleiche URL angefragt wird. Durch den Einsatz von serverseitigem Caching kann dieses Problem umgangen werden. In diesem Fall wird die dynamische Seite in Form eines statischen HTML-Dokuments geparst und anschließend auf dem Webserver abgespeichert. Dadurch verkürzen sich die Ladezeiten teilweise extrem.

unnötige 301-Weiterleitungen vermeiden

301-Weiterleitungen sollten auf Ihrer Webseite so sparsam wie möglich eingesetzt werden, am besten gar nicht. Der Grund: Jede Weiterleitung zwingt den Webbrowser, auf eine neue URL zuzugreifen, was wiederum die Ladezeit deutlich verlängert. Am schlimmsten wirkt sich dies aus, wenn 301-Weiterleitungen wiederum auf Seiten mit einer solchen Weiterleitung verlinkt werden. Dies sollten Sie unbedingt vermeiden.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der Gzip-Komprimierung

Eine wirklich tolle Sache ist die sogenannte Gzip-Komprimierung. Durch ihren Einsatz können die Dateigrößen der an den Webbrowser gesendeten Seiten um bis zu 75 % verringert werden – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Ladezeiten.

Rüsten Sie serverseitig auf

Im Allgemeinen verwenden Webmaster – zumindest bei kleineren Projekten – ein herkömmliches Webhosting, bei dem sich die Webseite auf einer sogenannten Shared-Hosting-Plattform befindet. Darunter versteht man Server, auf denen mehrere Webseiten zusammengefasst sind, die sich den Speicherplatz teilen. Bei großen Webhostern befinden sich teilweise mehr als 100 Webseiten auf einem Server, was sich deutlich negativ auf die Ladezeit der einzelnen Seiten auswirken kann.

Abhilfe kann in diesem Fall dadurch geschaffen werden, einen dedizierten Server zu verwenden. Dabei ist der Server ganz allein für Ihre Webseite reserviert, so dass sich die Ladezeiten entsprechend verkürzen. Außerdem können Sie in diesem Fall die Hardware-Einstellungen des Servers genau den Bedürfnissen Ihrer Webseite(n) anpassen, was sich ebenfalls positiv hinsichtlich der Ladezeiten auswirkt.

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