Durch Zertifizierung zum Erfolg

Je nach Branche hat man es als Unternehmen oder als ein sogenannter Soloselbstständiger im Hinblick auf die Konkurrenz niemals leicht. Um Sichtbarkeit und Vertrauen muss sich schließlich jeder bemühen, wenn das Geschäft funktionieren soll. Wer nicht gesehen und wem nicht in ausreichendem Maße vertraut wird, geht unter – so einfach sieht die Formel oftmals nun mal aus. Und entsprechend ist es leider auch oft so, dass nicht immer derjenige mit dem schlechtesten Produkt bzw. der schlechtesten Dienstleistung das Feld räumen muss, sondern derjenige, welcher sich schlicht zu wenig um seine Reliabilität, die Präsentation und Bewerbung seiner, womöglich qualitativ absolut hochwertigen, Leistungen kümmert.

Hier kann eine Zertifizierung großartige Vorteile mit sich bringen. Nicht nur lassen sich dann die jeweiligen Leistungen weitaus besser in Szene setzten; vielmehr wird dabei sozusagen die Spreu vom Weizen getrennt: Qualität wird bezeugt, Vertrauen wird geweckt, und wer schließlich nachgewiesenermaßen Qualität bietet, wird immer mit Erfolg belohnt werden.

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Doch was macht eigentlich eine Zertifizierung genau aus? Wer stellt erteilt sie und nach welchen Kriterien? Und wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure?

Ein Zertifizierungsprozess ist zunächst einmal eine Konformitätsprüfung von bestimmten Produkten, Dienstleistungen, Prozessen, Systemen etc. Zertifiziert wird demnach derjenige, welcher alle Konformitätsprüfungen bestanden hat. Diese Konformitätsprüfungen bzw. Zertifizierungsprozesse gestalten sich entlang definierter Normen und Richtlinien, die gesetzlich vorgeschrieben sein können, aber nicht müssen. Sie werden durchgeführt von „Dritten“, d.h. von solchen Institutionen, die nicht selbst Teil des zu zertifizierenden Unternehmens bzw. nicht in irgendeiner Weise an den zu zertifizierenden Leistungen und Produkten beteiligt sind. Diese Dritten sind sogenannte Zertifizierungs- oder Konformitätsbewertungsstellen und unterliegen ihrerseits diversen übergeordneten, eigenständigen Kontrollinstanzen – den Akkreditierungsstellen. Diese akkreditieren die Zertifizierungsstellen nach bestimmten Kriterien. Eine Akkreditierungsstelle weist somit formal aus, dass eine Konformitätsbewertungsstelle über die nötige Kompetenz verfügt, eigenständig bestimmte Konformitätsbewertungsaufgaben zu vollziehen. Die Akkreditierungsstellen sind ihrerseits einer Reihe von gesetzlichen Bestimmungen unterworfen. Allerdings nicht in allen Bereichen.

Zertifizierung- und Akkreditierungsstellen sind vor allem im Bereich der Medizinprodukte und Lebensmittel an strenge gesetzliche Vorgaben gebunden. In manch anderen Bereichen, definieren sie ihre Beurteilungskriterien hingegen selbst. Sind Zertifizierungsstellen nicht akkreditiert, so ist höchste Vorsicht geboten. Akkreditierte Zertifizierungsstellen erkennt man für gewöhnlich an eindeutigen Akkreditierungsvermerken, wie Sie sie zum Beispiel hier finden.

Zertifizierungen sind insbesondere deshalb wichtig und hilfreich, weil sie das Vertrauen der Geschäftspartner und Kunden in ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung erheblich steigern. Dadurch lässt sich auf Kurz oder Lang eine bessere Position am Markt erzielen. Nicht nur kann auf diesem Wege dann die Topqualität einer bestimmten Leistung objektiv nachgewiesen werden; stattdessen kann sie auch zu Werbezwecken legitim eingesetzt werden. Wer also den Anspruch hegt, eine stets hohe Qualität seiner Leistungen anzubieten (und dies nicht nur, weil und solange es gesetzliche Vorschriften gibt), der kommt an einer seriösen Zertifizierung kaum vorbei. Wer also Qualität produziert, der hat auch einen legitimen Anspruch darauf, diese nach außen hin sichtbar zu machen. Erfolg ist dann nur noch eine Frage der Zeit.

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